Fenster putzen mit Zeitung

Die meisten haben es schon einmal gehört, Fenster putzen mit Zeitung. Dieser Geheimtipp, der keiner ist, hält sich seit Jahrzehnten. Keine Oma oder Uroma die ihn nicht kennt. Doch was ist wirklich dran und funktioniert es auch noch in der heutigen Zeit? Früher hat noch jeder Haushalt eine Tageszeitung und konnte sie so, nach dem lesen, noch zu einem nützlichen Zweck verwenden. Papier aus Zeitschriften und Magazinen ist ungeeignet zum Fensterreinigen, da es durch die Beschichtung nicht saugfähig ist. Da das Papier hart bleibt, kann es zu Kratzern kommen.

Warum eignet sich Zeitungspapier zum Fensterputzen?

Die Zeitung wird nicht benutzt um das Fenster zu putzen, sondern um es nach der Reinigung zu trocknen. Und trocknen kann man auch mit einem saugstarken Zeitungspapier. Es saugt die Wassertropfen auf und sorgt so für neuen Glanz. Früher enthielt die Druckerschwärze der Zeitungen nämlich Blei, und Blei war auch Bestandteil vieler alter Glasscheiben. Somit verhalf das Zeitungspapier dem Glas wieder zu frischem Bleiglanz.

Der Druckerschwärze selbst wird ebenfalls eine Reinigungswirkung zugeschrieben. Die Zeitungen werden im sogenannten Offsetverfahren gedruckt. In der Druckmaschine kommt die Farbe dann aufs Papier. Dabei kommen einige Chemikalien zum Einsatz die sich in der Farbe selbst oder im Papier befinden, darunter auch Alkohol – und der löst Fett. Allerdings ist der Anteil viel zu gering um eine Wirkung zu erzielen.

Am Ende bleibt also wirklich nur die gute Saugkraft des Zeitungspapier über. Das ist der eigentliche Grund weshalb das Fenster putzen mit Zeitung überhaupt funktioniert. Zeitungspapier besteht in seiner Zusammensetzung hauptsächlich aus Altpapier und Zellstoff. Es ist fest und offenporig, damit es die Druckfarbe besonders gut aufnehmen kann. – Deswegen ist es saugfähig und es fusselt nicht – also ideal zum Fensterputzen.

Heute kann man sich die Politur mit Zeitungspapier sparen. Es gibt einfachere und materialschonendehre Möglichkeiten die Fenster zu putzen. Ein Mikrofasertuch saugt die Wassertröpfchen viel besser auf als die Zellulose des Papiers. Mit den vielen kleinen Fasern kann es mehr Wasser aufnehmen als Zeitungspapier.

Anleitung zum ausprobieren

Fast jeder hat eine Zeitung zu Hause und wer das Fenster putzen mit Zeitungspapier einmal ausprobieren will, oder nicht die richtigen Utensilien zur Verfügung hat findet im folgenden eine kleine Anleitung. Das wichtigste zuerst, die Zeitung wird nur zum trocken wischen bzw. polieren benutzt. Zusätzlich wird ein Eimer, lauwarmes Wasser (mit Spiritus, Essig oder Spüli) und ein Lappen zum reinigen benötigt.

Zuerst wird die Fensterscheibe und der Rahmen mit Lappen und lauwarme Reinigungsmischung gereinigt. Die Fensterscheibe ist nun gereinigt aber immer noch feucht, sie muss nun getrocknet bzw. poliert werden.

Jetzt kommt das Zeitungspapier zum Einsatz. Die Zeitung muss zerknüllt werden und kann dann zum trocken wischen genutzt werden, dadurch kann man streifenfrei Fenster putzen und es fusselt auch nicht wie einige Tücher. Gehen Sie wie bei der Reinigung mit einem Tuch oder Schwamm vor. Wenn sich das Zeitungspapier voll gesaugt hat, müssen Sie neues Stück Zeitungspapier nehmen leicht zusammenknüllen und es kann weiter gehen. Wischen sie nicht auf den Fensterrahmen, da sich dort sonst graue Schlieren bilden. Wenn Sie das Fenster leicht bewegen, können Sie die Stellen erkennen welche noch nicht ausreichend poliert worden.

  • Nachteile von Zeitungspapier beim Fensterputzen
  • Durch Schmutzrückstände können leicht Kratzer in Fensterscheibe oder Rahmen gerieben werden.
  • Die Druckerschwärze hinterlässt vorallem an weißen Fensterrahmen graue Verfärbungen.
  • Zum trocknen vom Fensterrahmen benötigen Sie zusätzlich einen trocknen Lappen (Mikrofasertuch) oder ähnliche Utensilien.
Hinweis - Die besseren Methoden

Verwenden Sie statt der Zeitung ein trockenes Geschirrhandtuch. Sie erreichen das gleiche Ergebnis, ohne graue Schlieren am Fensterrahmen.

Fenster putzen – die besseren Hilfsmittel

Es ist eine der unbeliebtesten Hausarbeiten überhaupt – das Fensterputzen.

Es gibt zahlreiche deutlich bessere Methoden, um die Fenster leicht und effektiv zu putzen. Viel einfacher ist eine Mikrofasertuch, das geht schneller und ist unkompliziert. Sogar alte Geschirrtücher sind besser als das viel beschworene Zeitungspapier. Sie fusseln nicht und nehmen die Feuchtigkeit sehr gut auf. Es wird ohnehin lediglich etwas warmes Wasser mit Spülmittel für die Fensterreinigung benötigt. Wenn das Wasser sehr kalkhaltig ist, kann ein Spritzer Essig es neutralisieren.

Eine weitere Alternative sind die Fenstersauger, die das schmutzige Wasser elektrisch einsaugen. Zu den meisten Saugern bekommen Sie noch eine Sprühflasche mit Einwascher. Damit haben Sie alles was Sie benötigen.

Wer regelmäßig viele Fenster putzen muss, sollte sich ein Fensterputz-Set zulegen. Professionelle Fensterputzen reinigen mit dieser Grundausstattung täglich 100 qm Fläche. Die Arbeitsmethode der Profis ist einfach aber wirkungsvoll. Zum reinigen der Fenster wird ammoniakhaltiges Putzmittel ins warme Wischwasser gegeben und mit dem Einwascher aufgetragen. Im Anschluss wird die Glasfläche mit dem Fensterabzieher getrocknet. Für die Ecken und Kanten wird ein Fensterleder (oder Mikrofasertuch) zum nachziehen verwendet. Fertig!

  • Zusammenfassung

    Fenster putzen mit Zeitung – der Tipp hat vielleicht im letzten Jahrhundert noch seine Berechtigung gehabt, aber es geht auch viel einfacher. Fangen wir mal bei der Druckerschwärze an, beim Zeitungslesens werden die Fingerspitzen von der Zeitung oft dunkel die Druckerschwärze verteilt sich auch auf dem Fenster oder noch schlimmer auf dem Fensterrahmen. Gerade die kostenlosen Zeitungen färben stark ab und verunreinigen so das Fenster oder den weißen Fensterrahmen.

    Tipp: Ein Geschirrhandtuch oder ein Mikrofasertuch sind eine bessere Alternative und sie sind ebenfalls in fast jedem Haushalt zu finden.

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